Noch sind wir längst nicht am Ende dieser Entwicklung. Auf allen Gebieten wird zielbewußt an der Lösung technischer und wirtschaftlicher Aufgaben weitergearbeitet und ständig Neuland erschlossen. Schon seit längerer Zeit hat sich im Freileitungsbau und im Schaltanlagenbau die Verwendung von Aluminium und seiner Legierungen durchgesetzt. Aber im Elektromaschinenbau stieß man auf fast unüberwindliche Schwierigkeiten. Jedoch ist es seit 1951 gelungen, auch im Elektromaschinen- und Gerätebau das Kupfer zu verdrängen. Durch Verwendung eines Drahtlackes auf Perlon-Grundlage, der auf Aluminium gut haftet, ist der Aluminium-Isoperlon-Draht entwickelt worden. Man kann nun z. B. im Elektromaschinenbau im gleichen Wickelraum wie früher bei Kupferdrähten die Wicklung aus Alu-Isoperlon-Draht bei gleichen elektrischen Eigenschaften unterbringen. Dadurch wird außerdem der ganze Motor noch leichter. Neue Aluminiumlötverfahren gestatten auch eine einwandfreie Verbindung von Drahtteilen. Zur Vermeidung von Korrosionserscheinungen an Klemmbrettern usw. kann man Alu-Draht durch Aufwalzen von Kupfer verkupfern (Alku-Draht) und dann nach dem üblichen Lötverfahren verlöten. Von der einfachen Ein- und Ausschaltung elektrischer oder maschineller Anlagen mit Hilfe von Relais oder Schützen hat sich die elektrische Steuerungstechnik zu einem bedeutenden Spezialgebiet der Technik entwickelt, das sich auf fast alle Gebiete der Technik auswirkt und noch weiter auswirken wird. Sie dient der Steigerung der Produktion in bezug auf Quantität und Qualität. Sie setzt den Kraftaufwand des Menschen bei seinem Arbeitsprozeß herab und erleichtert ihm dadurch die Arbeit. Sie bewirkt eine Verringerung des Bedienungspersonals, erfordert aber dessen Qualifizierung. Sie erreicht einen geringeren Betriebsmittel- und Energieaufwand und übernimmt gleichzeitig Kontrollfunktionen beim Betrieb. Gewerbestrom und Industriestrom